Männerchor Hochfirst Titisee-Neustadt   Singen macht Freu(n)de
 


Das Jahr 2005

Für Abwechslung war gesorgt  Badische Zeitung vom Montag, 27. Juni 2005
„Liederkranz St. Blasien“ hatte die Chöre aus dem Hochschwarzwald zu einem Treffen in den Kursaal eingeladen
Von Lothar Köpfer

ST. BLASIEN. Der „Liederkranz St. Blasien“ hatte für Samstagabend zu einem Chortreffen nach St. Blasien eingeladen. Gestaltet wurde der Abend im Kursaal von fünf Chören aus der Raumschaft. Dabei wurde ein vielfältiges und abwechslungsreiches Programm geboten. Allerdings kamen nur wenige Zuhörer in den Kursaal, wo die Sänger der fünf Chöre in der Überzahl waren.

Nicht zu vergleichen sind die Darbietungen deshalb, weil die Besetzung bei jedem der mitwirkenden Chöre unterschiedlich war. Da waren die beiden reinen Männerchöre, der Männergesangverein „Eintracht“ aus Menzenschwand mit dem Dirigenten Hanspeter Dietsche und der Männerchor „Hochfirst“ aus Titisee-Neustadt mit ihrem Dirigenten Robert Mayr. Die Sänger vom „Hochfirst“ sind bekannt und sie setzten beim Chortreffen einen besonderen Akzent.

Ganz anders war die Stimmfülle bei den gemischten Chören. Da sind zu nennen die Gastgeber, der „Liederkranz“ aus St. Bla-sien mit Dirigent Michael Asal, der Ge-sangverein Bonndorf „Let´s fetz“ mit Dirigentin Dagmar Hosp und der Singkreis Eschbach und der Dirigentin Stephanie Pönitz. Anders wie bei den reinen Männerchören können die gemischten Chöre mit einer anderen Stimmlage aufwarten. Hinzu kommt dann noch, ob der Vortrag auf dem Klavier begleitet wird. Bei der Stimmfülle kommt es dann auch noch auf die Zahl der Sänger an.

Fünf Chöre gestalteten das Konzert im Kursaal und jeder der Chöre zeigte einen anderen Charakter auf. Durch die Unterschiedlichkeit der einzelnen Chöre war das Konzert für die Zuhörer im Kursaal so interessant. Über 30 Liedvorträge wurden bei dem Chortreffen geboten, für Abwechslung war damit gesorgt. Die Moderation des Abends oblag Wolfgang End-res, selbst Mitglieder beim „Liederkranz“ St. Blasien. Geschickt wusste er die kleinen Pausen zwischen den Vorträgen der einzelnen Chöre mit Anekdoten und Versen von Heinz Erhardt zu überbrücken.
Zwei Programmteile hatte das Chortreffen, jeder der fünf Chöre wartete dabei mit jeweils drei Liedern auf. Jeweils eröffneten die Gastgeber aus St. Blasien die Darbietungen. Unter anderem sangen sie die Lie-der „Viva, musica mundi“, „Lustige Musikanten“ und „Wochenend und Sonnenschein“. Vielfältig ist das Repertoire des Singkreises aus Eschbach. Von ihnen war unter anderem zu hören „Heimat am Hochrhy“, „Eschbach is a wonderful place“ wie auch die spanische Fantasie „Granada“. Einer von der Sängerzahl her kleinsten mitwirkenden Chöre war die „Eintracht“ aus Menzenschwand. Aber gerade dieser Männergesangverein wartet in besonderer Weise mit hervorragenden Sänger auf, was sie mit verschiedenen Solis unterstrichen, wie mit Ingo Alexius in „Amazing Grace“ oder mit Manfred Leber im „Slowenischen Weinstrauß“. Sie wussten aber auch mit dem „Chor der Gefangenen“ zu gefallen. Die Internationalität eines Chores zeigte sich bei den Vorträgen des Gesangverein Bonndorf „Letz Fetz“. Unter anderem brachten sie es mit den Liedern „Halleluya“, „Only you“ und „Killing me softly“ zum Ausdruck. 

Bekannt für sein Können ist der Männerchor „Hochfirst“ aus Titisee-Neustadt. Unter Beweis stellten sie das unter andrem mit „Willkommen Europa“, „Hey, das ist Musik für Dich“ oder in der „Kosakenhochzeit“ mit einem fulminanten Tenorsolo von Alfred Bucherer. Die Sänger aus Titisee-Neustadt gaben dann auch noch eine Zugabe mit „Der kleinen Kneipe“ und dem Solist Lothar Kleiser. In den Refrain dieses Liedes stimmten dann alle anwesende Zuhörer und Chormitglieder kräftig ein.

Die Männerchöre aus Titisee-Neustadt und Menzenschwand hatten zum Abschluss des Chortreffens mit dem Lied „Bajazzo“ einem gemeinsamen Auftritt, der nach den Worten von Robert Mayr vorher aber nicht geprobt worden war.
Bei allen Mitwirkenden bedankte sich Beate Endres, Vorsitzende des „Liederkranzes“ aus St. Blasien, für einen besonderen musikalischen Abend, der allen riesigen Spaß gemacht habe. Den mitwirkenden Chören überreichte sie ein kleines Geschenk als Dank für die Bereitschaft, bei diesem Treffen mitzumachen. Geboten wurde dabei ein bunt gemischtes Programm, bei den vielen dargebotenen Liedern war für jeden Ge-schmack etwas dabei. Gleichzeitig freute sich Beate Endres auf eine Wiederholung dieses Chortreffens. Sie dankte aber auch den vielen Helfern, die bei den Vorbereitungen und bei der Durchführung mithalfen.


11. Juni 2005 -   Jahreskonzert im Kurhaus Titisee
   Programm:               
Ansage: Jessica Gantert

 Freude schöner Götterfunken*   -     Im Abendrot   -   Die Rose stand im Tau   -      Divertiment Nr. 9 (Bläserquintett             Eisenbach)   -    Ungarischer Tanz Nr. 6*    -       Durch die Wälder, durch die Auen*  (Solist: Alfred Bucherer)   Erhebet das   Glas    -      Hochschwarzwälder Sängerspruch    -    O Schwarzwald O Heimat     -    Wenn die Sonne erwacht in den Bergen**    -       La Pastorella** (Solist Hans-Peter Lais)    -   Die Kirschen in Nachbars Garten** (Solist: Lothar Kleiser)    -   Mein kleiner grüner Kaktus    -    Freunde fürs Leben**   -     Wanderliederpotpourri**

(*Begleitung: Bläserquintett Eisenbach)    ** Begleitung: Seppi Löffler Keyboard



Eine Gardinenpredigt für den Männerchor
Vorsitzender mahnt mehr Mitarbeit an / Kritik an der Kritik

TITISEE-NEUSTADT Eine bessere Arbeitsumgebung im Männergesangverein Hochfirst forderte Roland Gantert, ansonsten trete er im Januar 2006 als Vorsitzender ab. "Ein Ruck", so Gantert, müsse durch die Reihen der Sänger gehen und alle an einem Strang ziehen.

Den Neuwahlen im "Jägerhaus" am Samstag schickte Gantert eine Gardinenpredigt voran. Er bemängelte heftig, dass der vom Vorstand als richtig auserkorene Weg für den Chor im vergangenen Jahr nicht von allen Mitgliedern als richtig empfunden worden sei. Die Vorstandsentscheidungen seien nicht akzeptiert und mitgetragen worden. "Sicher, Kritik ist angebracht, um Verbesserungen zu erreichen", sagte Ganter, "es kann aber nicht sein, dass ständige Kritik zum Standard im Chor wird." Er sprach das Jahreskonzert 2004 an, bei dem aufgrund der kurzfristigen Erkrankung von Robert Mayr entschieden werden musste, ob es stattfindet. "Hier ist der Druck von Sängerkameraden fehl am Platz gewesen", sagte Ganter trocken.

2004 sei kein einfaches Jahr für ihn als Vorsitzender gewesen. Die ehrenamtliche Arbeit belaste ihn nicht, die mache er gerne. Stark belastend habe er unter den Sängern Strömungen ausgemacht, die gegen seine Arbeit waren. Er habe sich nach vielen Wochen Nachdenkens auf die Suche nach einem Nachfolger gemacht. Gefunden habe er keinen. Nach Absprache mit dem Zweiten Vorsitzenden Hans Willmann sowie seiner Familie habe er beschlossen noch einmal anzutreten, unter der Voraussetzung, dass sich die Sänger mehr engagieren, sich verstärkt Aufgaben annehmen und er als Vorsitzender "nicht mehr bitten und betteln" müsse. "Ich brauche Umgangsformen, die mich nicht belasten."
"Ab und zu muss man über den eigenen Schatten springen"

Mit drei Nein- und 33 Ja-Stimmen der anwesenden 38 Sänger und passiven Mitglieder wurde Gantert erneut zum Vorsitzenden gewählt. Weiterhin sind im Vorstand: Hans Willmann (zweiter Vorsitzender), Wolfram Evers (Kassierer), Adolf Paff (stellvertretender Notenwart), Otmar Bach (Sangwart), Arnold Löffler (Pressewart), Ernst Schwörer und Josef Faller (Passiv-Vertreter), Ludwig Willmann und Alfred Bucherer (Kassenprüfer). Joachim Bosbach löste Klaus Bliestle als Schriftführer ab. Dieser übernahm im Tausch dessen Amt als Notenwart. Hans Willmann dankte Roland Gantert: "Du hast dich überzeugen lassen, dass du der beste Vorsitzende für den Chor bist." Er ermahnte die Sänger nicht zu vergessen, dass sie alle einem gemeinsamen Hobby nachgingen und als gemeinsames Ziel den Chorgesang hätten. "Miteinander schaffen wir es, ab und zu muss man dazu auch über den eigenen Schatten springen", mahnte Willmann. Ziel des Vorstandes ist nach wie vor die Anhebung des Altersdurchschnitts der aktiven Mitglieder. Dieser beträgt 63 Jahre. Die Werbeaktion im vergangenen Jahr habe nicht das erhoffte Ergebnis gebracht. "Ideen sind gefragt. Besondere Motivation wird gefordert", sagte Ganter. Die Sänger müssten ein Stück enger zusammenrücken, um das Anliegen des Anderen zu erkennen und zu verstehen. Neidgefühl gehöre nicht zum Kameradschaftsgeist. Es gelte dem dramatischen Abwärtstrend von aktiven Sängern entgegen zu wirken, damit es auch weiterhin einen reinen Männerchor geben werde. "Wir müssen mit dem Trend der Zeit gehen, unser Liedgut muss der Zeit entsprechen", sagte Gantert. Eine Mischung aus Klassik und Moderne, wie es das Publikumsinteresse es verlange, soll den Erhalt sichern sowie neue Mitsänger in den Chor lockenhttps://strato-editor.com/.cm4all/widgetres.php/com.cm4all.wdn.Separatingline/images/thumbnail.svg. "Die Zukunft muss uns Ansporn und Verpflichtung sein", forderte er. Badische Zeitung vom Montag, 17. Januar 2005 Von Eva Korinth


Rückblick auf das Jahr 2004

Badische Zeitung vom Montag, 4. Oktober 2004 Von Eva Korinth


Weinkönigin und zwei Prinzessinnen beim ersten Weinfest / Beste Stimmung im Kurhaus

"Wein, Weib und Gesang" - beim Auftakt des erstenWeinfestes im Kurhaus Titisee war dies alles gegeben. Bunt geschmückteReisigbesen an den Eingängen des Kurhauses sowie ein großes Banner tatenkund, hier gibt es etwas ganz Besonderes.

Musikalische eröffneten die Initiatoren, die Sänger des Männerchores Hochfirst das Fest. Mit fröhlichen Lieder rund um den Wein begeisterten sie das anwesende Publikum. Der Musikverein Titisee-Jostal sorgte anschließend für Stimmung. Am frühen Abend dann, gab es ein ganz besonderes Schauspiel. Geradezu Spalier standen die Besucher der Seestraße als unter musikalischer Begleitung des Musikvereins Titisee-Jostal drei Weinhoheiten - zu erkennen an ihren Krönchen im Haar - zusammen mit Bürgermeister Armin Hinterseh und Chorvorsitzendem Roland Gantert in der zweispännigen offenen Kutsche Richtung Weinfest fuhren.

Groß war der Andrang an Neugierigen vor dem Kurhaus. Sie genossen das Schauspiel, das sich ihnen bot. Bis vors Kurhaus ging es in der Kutsche mit den zwei Schwarzwälder Füchsen davor. Dann stiegen Sabine Langenbacher, die amtierende Weinkönigin aus Sasbach und die Prinzessinnen Katja Kunzelmann und Miriam Brüstle aus dem Gefährt heraus. Sie wurden von einem regelrechtem Blitzlichtgewitter von Fotografen erwartet, dem sie geduldig standhielten.

Feierlich zogen die drei Weinhoheiten in den zur einer gemütlichen "Besenwirtschaft" umfunktionierten Kursaal ein. Es ging direkt auf die Bühne. Hier hatte sich der Männerchor Hochfirst postiert und sang einen Willkommensgruß. Kurdirektor Hartmut Märtin hieß die drei Frauen mit launigen Worten willkommen. Auf seinen Trinkspruch wurde erst einmal mit einem Glas Rotwein angestoßen. Die Weinhoheit Sabine Langenbacher zeigte sich erfreut, an der Premiere des Titiseer Weinfestes mitwirken zu können. Sie fand, dass ein Weinfest im Hochschwarzwald nichts abwegiges sei. "Wein steigt ins Gehirn, macht es sinnig, schön und feurig", erklärte sie ganz im Sinne von Shakespeare.

Wein sei auch das verbindende Element zwischen den Weingebieten Kaiserstuhl, Markgräfler Land, Ortenau sowie dem Hochschwarzwald. Ein Glas Wein erzähle von den klimatischen Bedingungen und lasse vor dem inneren Auge der Weintrinker die "schönen Bilder" der Landschaft vorbeiziehen. Wein stehe zudem für Geselligkeit. Mit viel Musik ging es dann in den Abend hinein. Die Weinhoheiten standen bis in den späten Abend an den verschiedenen Weinständen Rede und Antwort.

Am Sonntag fand zunächst der Erntedankgottesdienst im Kursaal statt. Nahtlos ging dann das Weinfest weiter mit viel musikalischer Unterhaltung durch den Männerchor Hochfirst, die Stadtmusik Neustadt, die Kindertrachtengruppe Waldau und die Hochfirstmusikanten.

Hochfirst hilft Münsterpfarrei und ersingt 1431 Euro
TITISEE-NEUSTADT (pes). Freude und Stolz erfüllt die Sänger des Männerchors Hochfirst, denn ihre spontane Bereitschaft, der Münsterpfarrgemeinde St. Jakobus bei der Finanzierung der teuren Turmsanierung zu helfen, hat sich schon ausgezahlt. Auf 1431 Euro beläuft sich das Spendenergebnis eines Konzerts, das die Männer am Sonntag als halbstündige Zugabe zur Umrahmung des Gottesdiensts am 14.7.2004 gaben. Unter Leitung von Robert Mayr sangen sie kirchliche und weltliche Lieder. Die Kirchenbesucher waren davon so angetan, dass sie die Mühen und das Können anschließend entlohnten, indem sie großzügig für den guten Zweck spendeten. Der Vorsitzende Roland Gantert übergab das Geld an Pfarrer Johannes Herrmann, beide zeigten sich erfreut über den beachtlichen Betrag. Pfarrer Herrmann dankte dem Chor für seinen Einsatz, und der Chor gab diesen Dank an die Kirchenbesucher weiter 


Männerchor Hochfirst überzeugt trotz krankem Dirigenten Bad, Zeitung 24. Mai 2004 Von Eva Korinth

TITISEE-NEUSTADT. Das Jahreskonzert des Männerchors Hochfirst wird Sängern und Zuhörern noch lange in Erinnerung bleiben. Den Sängern, weil ihr Dirigent Robert Mayr wegen hohem Fieber nicht den Taktstab führte, und dem Publikum,  weil es drei Stunden lang exzellenten Chorgesang und hervorragende Soloauftritte zu hören bekam.

Eine Stunde vor der Generalprobe am Freitag erhielt der Chor die Nachricht, dass ihr Dirigent nicht einsatzfähig sei. Ein Schock für die Sänger. Heinrich Ertl, selbst Chorleiter beim Kneippverein und aktiver Sänger des Männerchors Hochfirst (MCH), nahm die schwere Aufgabe auf sich, den Taktstock zu übernehmen. 24 Stunden hatte er Zeit, sich in die 19 Partituren einzuarbeiten.

Beim Konzert konnte er aber auf das von Robert Mayr in intensiven Proben erarbeitete sängerische Können der Hochfirstsänger aufbauen. Sängern und Ersatzdirigent gelang nach anfänglicher Zitterpartie, sich vollkommen auf einander einzustellen. Der Dialog von Dirigent und Chor wurde von Vortrag zu Vortrag intensiver. Die Einsätze klappten. Keine Patzer gesanglicher oder taktmäßiger Art störten die Harmonie. Die Symbiose von Dirigent Ertl und seinen Sängerkameraden war perfekt. Ein gemeinsamer Kraftakt beider, den das Publikum mit andächtigem Lauschen und viel Beifall belohnte. So bekam es ein Jahreskonzert geboten, das nicht perfekter sein kann. 470 Zuhörer können sich nicht irren.

Im voll bestuhlten Kursaal im Titisee Kurhaus blieben nur zehn Stühle leer. Ein Zeichen, dass die Fangemeinde des MHC Jahr für Jahr größer wird. "Ein Maiabend mit bunten Melodien", so das Leitthema des musikalischen Unterhaltungsabends zu dem der Hochfirstchor eingeladen hatte. Die Mischung der Beiträge war gelungen: Kurze einfühlsame, traurige, schwingende und temperamentvolle Arrangements wechselten sich ab.

Robert Mayr hat seinen Sängern keine einfache Aufgabe gestellt mit seiner Repertoirezusammenstellung und auch eine Eigenkomposition zu Heinrich Heines "Kleines Frühlingslied" einstudiert. Chorgesang mit und ohne Sologesang sowie reine Solostücke gaben dem musikalischen Abend seinen ganz besonderen Reiz. Das "Salz in der Suppe" waren die Pianistin Christiane Uhlir, die die Soli am Flügel begleitet, sowie die Sopranistin Nina Kleiser. Unvergesslich jeder ihrer Auftritte.

Als absoluten Höhepunkt kann das Duett "Lippen schweigen" von Nina Kleiser und Hanspeter Lais bezeichnet werden. Ein bekanntes Johannes-Hesters-Duett aus der Operette "Die lustige Witwe". Aber auch Lothar Kleiser ("Freunde, vernehmt die Geschichte", "Slowenischer Weinstrauß") und Alfred Bucherer ("Wolgalied", "Kosakenhochzeit") brillierten durchweg mit ihren exakt gesungene Soli. Der Sprechgesang von Hans Willmann machte den Elvis-Presley-Song "Bist du einsam heut Nacht" zu etwas Besonderem. Jessica Gantert führte charmant durchs Programm.

Station machte der Chor in so mancher Oper und Operette. Auch die Welt der Schlagermusik wurde mit "Hey, da ist Musik für dich", "Heija, wir Zigeuner" und "La Paloma" besucht. Seppi Löffler am Keyboard sorgte bei den modernen Gesangsstücken für das musikalische "i-Tüpfelchen".

Dass Sänger dem Weingenuss nicht abgeneigt sind, zeigte sich bei den vorgetragenen Weinliedern "Schenkst du Guten ein" und "Der Studenten Nachtgesang". Aus voller Brust mit frohem Herzen und voller Elan erklangen hier die Lieder aus den Kehlen der Männer. Am Ende des Programms sprach ein sichtlich erleichterter Roland Gantert herzliche Dankesworte an Sänger, Solisten, Dirigenten und Publikum.

Mit der Zugabe "Freude am Leben" endete das Jahreskonzert, das Sängern und Publikum noch lange in Erinnerung bleiben wird.

Rückblick auf das Jahr 2003

Ganz harte Proben für das Jubiläum
Männerchor Hochfirst will sich in seinem 140. Jahr neuen musikalischen Herausforderungen stellen / Sorge um den Nachwuchs
Auszeichnungen für langjährige Sänger


TITISEE-NEUSTADT (akh). Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter den Sängern des Männerchores Hochfirst. Das zeigten die Berichte in der Generalversammlung im Hotel "Jägerhaus". Rund 50 Chormitglieder verfolgten interessiert den Rückblick des Vorstandes. Immer wieder blitzte in der Versammlung die Sorge um Nachwuchs auf. Musikalischen Herausforderungen wird sich der Männerchor in seinem 140. Jahr stellen.

Eine Änderung gab es im neu gewählten Vorstand. Die Kasse wird jetzt von Wolfram Evers geführt. Er übernahm von Roland Schwenk, der zehn Jahre die Kasse geführt hat, einen dickes Guthaben. Hatte Schwenk doch im vergangenen Jahr ein Plus von rund 1300 Euro zu verzeichnen. Geringere Ausgaben und gute Einnahmen beim Jahreskonzert hätten dies bewirkt, so Schwenk. Rund 160 Buchungen hatte er zu tätigen gehabt.

Sangwart Otmar Bach berichtete über einen erfreulich hohen Probenbesuch und bemängelte, dass die Schar der Sänger immer kleiner werde. 42 Sänger zähle der Chor derzeit. Zehn Sänger seien es im ersten und zweiten Tenor sowie im zweiten Bass. Zwölf Stimmen zähle der erste Bass. Zu 53 Proben und 18 Konzerten traf sich der Chor. Hinzu kamen noch gesellige Veranstaltungen. Mit 80,2 Prozent, so Bach, sei der Probendurchschnitt leicht angestiegen. Positiv erwähnt wurde von den vielen absolvierten Konzerten vom Vorsitzenden Roland Gantert und Chorleiter Robert Mayr das Jahreskonzert, der Auftritt in Stuttgart zur 150-Jahres-Feier von Baden-Württemberg beim Landesmusikfestival, die Bergweihnacht und die Gottesdienstgestaltung zusammen mit der Jugendkapelle. "Vieles haben wir erreicht, vieles nur bedingt", fand Roland Gantert. Die gesunkene Zahl der Sänger sah er noch nicht als Furcht erregend an, jedoch aufgrund des hohen Durchschnittsalter müsse der Chor aktiv Nachwuchs suchen. Hans-Peter Lais schlug hierzu vor, sich mit der Gründung eines Kinder- und Jugendchores zu befassen.

"Ich habe das Gefühl, es macht ihnen genauso viel Freud, die Lieder vorzutragen, wie denen, die sie hören", lobte Bürgermeister Martin Lindler und: "Bei 140 Jahren kann man von einer schönen Tradition sprechen." Er dankte den Sängern für "hervorragende Arbeit". Im 140. Vereinsjahr wird der Männerchor von Roland Gantert und Hans Willmann geleitet. Ihnen zur Seite stehen Schriftführer Klaus Bliestle, Kassierer Wolfram Evers, Sangwart Otmar Bach, Notenwart Joachim Bosbach und Pressewart Arnold Löffler.
Chorleiter Robert Mayr, der das Amt des Dirigenten seit 30 Jahren innehat, zeigte auf, was im "Jubiläumsjahr" geplant ist. Der Terminkalender ist prall gefüllt und mit so mancher Herausforderung gespickt. So wird der Chor im Oktober in Karlsruhe an einem Wertungssingen teilnehmen. Es wird dies eine Bestandsaufnahme sein, wo der Chor im Vergleich zu anderen Chören steht. Drei Lieder sind vorzusingen. Mit dem Jahreskonzert am 24. Mai wird das Jubiläum gefeiert. Geplant sind auch zwei ganz besondere Kurkonzerte zusammen mit der Stadtmusik, so Mayr, an denen Teile des Jahreskonzertes aufgeführt werden. Sodann finden die traditionelle Termine wie die Bergweihnacht statt.

Angesichts der musikalischen Herausforderungen, die in naher Zukunft für den Chor anstehen, kündigte Mayr "ganz harte Proben" an. "Wir haben uns auf den Hut geschrieben, die Chorarbeit in Neustadt weiter zu fördern, damit der Männerchor Hochfirst weiterhin viele Jahre besteht und weiterhin eine kulturelle Einrichtung ist und bleibt", sagte Hans Willmann, zweiter Vorsitzender, zum Abschluss.

Auszeichnungen für langjährige Sänger
Der Männerchor Hochfirst ehrt 19 treue Mitglieder
TITISEE-NEUSTADT
(akh). Seit Jahrzehnten sind viele Mitglieder dem Männerchor Hochfirst treu. Diese Treue wurde in der Generalversammlung am Sonntag belohnt. Reinhold Meder, Obmann des Sängerbundes Gruppe Hochschwarzwald im Breisgauer Sängerbund und Roland Gantert, Vorsitzender der Hochfirstsänger, ehrten aus den Reihen der Aktiven und Passiven 14 Mitglieder. Ausgesprochen wurden 19 Ehrungen, darunter eine Ernennung zum Ehrenmitglied.
Gleich drei Mal ausgezeichnet wurde Lothar Kleiser. Für ihn hatte Reinhold Meder die goldene Sängernadel des badischen Sängerbundes mitgebracht. "Lothar Kleiser singt seit 40 Jahren im Männerchor Hochfirst", begann Meder, "es ist ein Genuss seiner weichen Baritonstimme zuzuhören." Kleiser gehört seit 1964 dem Chor an und tritt bei Konzerten als Solist auf. Große Verdienste habe er sich auch bei der Bergweihnacht erworben. Auch der Verein ehrte Lothar Kleiser und dies gleich zwei Mal. Einmal für 40 Jahre aktives Singen und zum Anderen wurde er für seine langjährige Treue und Aktivität zum Ehrenmitglied des Chores ernannt. "Lothar Kleiser ist eine Hochfirstpersönlichkeit, die sich in den vergangenen 40 Jahren mit all seiner Kraft und Können dem Hochfirstchor gewidmet hat", sagte Ganter.
Ein weiterer Solist, Hans-Peter Lais, erhielt zwei Ehrungen für 25-jähriges Singen. Meder überreichte ihm die silberne Ehrennadel des Sängerbundes der Gruppe Hochschwarzwald. Lais singt im zweiten Tenor und ist hier eine tragende Stütze. Auch Gantert ehrte den Sänger und zeigte auf, das Lais den Chorleiter bei den Probenarbeiten unterstützt sowie fünf Jahre lang im Vorstand als Pressewart gearbeitet habe. "Du hast uns sehr viel und großes gegeben", lobte Gantert.
Gantert oblag es weitere aktive Sänger zu ehren. Klaus Denz ist seit 50 Jahren aktiv im Männerchor. Große Ehrungen habe er von den Sängerbünden erfahren, blickte der Vorsitzendes des Chores zurück. 1995 wurde Denz zum Ehrenmitglied ernannt. "Seine dezente und harmonische Stimme machte ihn zu einem besonderen Chorsänger", stellte Ganter heraus, "wir bedauern es, dass er nicht mehr als Solist zu hören ist." Geehrt wurde ebenfalls für 50 aktive Jahre die "Sängerpersönlichkeit" und das "Urgestein" Herbert Villinger. Villinger singe nicht nur im zweitem Bass, er sei ein Mensch mit besonderer Sensibilität für die Sorgen und Nöte seiner Sängerkameraden und Mitmenschen. "Er ist ein Vorbild", so Gantert.


Rückblick auf das Jahr 2002

Artikel vom 12.06.2002  (anlässlich des Landesmusikfestival am Samstag, 15.06.2002)

Neustadt zeigt Flagge

Männerchor Hochfirst und Jugendkapelle singen und spielen beim Landesmusikfestival

TITISEE-NEUSTADT (pes). 12 000 Musiker und Sänger aus 250 Musikvereinen, Orchestern und Chören werden am Samstag in Stuttgart erwartet, auf 250 000 wird die Zahl der Zuhörer geschätzt, die ihnen das größte je zuteil gewordene Publikum bescheren. Mit dem Landesmusikfestival feiert Baden-Württemberg sein 50-jähriges Bestehen - und mittendrin wirken der Männerchor Hochfirst und die Jugendkapelle der Stadtmusik Neustadt mit, während die Stadtmusik Neustadt die Conradin-Kreutzer-Tafel entgegennimmt (die BZ berichtete).
Es ist die fünfte, also erste "runde" Auflage des Laienmusiktags, der mit einigen Jubiläen zusammen fällt: dem 50. Geburtstag des Landes, dem 25-jährigen Bestehen des Blasmusikverbands Baden-Württemberg, dem 150. Gründungsjahr der Stadtmusik Neustadt. Ganz Stuttgart wird als Freiluftbühne dienen, an mehr als zwei Dutzend Spielstätten in der Innenstadt gibt es "etwas auf die Ohren", musizieren Jung und Alt gemeinsam, mischen sich Swing und Schwung mit Volksmusik und Pop, erklingen Trompete und Zither, Gitarre und Keyboard.
Eröffnet wird das Festival von Ministerpräsident Erwin Teufel um 10.30 Uhr im Weißen Saal des Neuen Schlosses. Um 12 Uhr beginnt auf der Zentralbühne am Marktplatz (Rathaus) der Höhepunkt des Tages, die Verleihung der Conradin-Kreutzer-Tafel an die Stadtmusik Neustadt und andere Vereinigungen, die sich anhaltend um das Gut Musik verdient gemacht haben.
Dazwischen haben Männerchor und Jugendkapelle ihren großen Auftritt. Von 10 bis 10.45 Uhr bestreiten sie gleichfalls auf der Zentralbühne am Marktplatz das Programm. Dirigent Robert Mayer hat für seine Sänger sieben Stücke ausgewählt, die nach Einschätzung des Vorsitzenden Roland Gantert allgemein bekanntes Liedgut verkörpern. Die Bandbreite reicht vom getragenen "Bajazzo" und dem sehnsüchtigen "Gitarren klingen leise durch die Nacht" über "Granada" und "Musik liegt in der Luft" bis zu den schwungvollen und schnellen "Funiculi-Funicula" und "La Cucaraca". Zum Abschluss trägt der Chor, begleitet von einer Bläsergruppe der Jugendkapelle, "Niemals vergess' ich den Tag" vor - damit am Samstag alles klappt, wird heute Abend noch einmal geprobt. Die Jugendkapelle hat vorbereitet: "Concerto", "I will survive", The final countdown", "Withered check", "Land der 1000 Tänze" und "Weck mich auf bevor Du gehst".
Nach ihrem Auftritt können die Sänger und Musiker dem Festakt für die Stadtmusik beiwohnen, den um 15 Uhr beginnenden Festumzug mit mehr als 70 teilnehmenden Gruppen mitverfolgen, der von der Tübinger Straße über Eberhard- und Marktstraße vorbei am Alten und Neuen Schloss bis zur Kronprinzenstraße führt, oder aber sich einfach nur als Zuhörer unter die Menge mischen. Der Festumzug wird vom Südwestrundfunk aufgenommen und zeitversetzt ausgestrahlt. Bei der Staatsoper läuft ein Kinder- und Jugendprogramm.

Für Gantert stellt die Teilnahme des "Hochfirsts" ein ganz besonderes Ereignis in der Geschichte des Männerchors dar, der nächstes Jahr schon auf 140 Jahre zurückblicken kann. Um so mehr, als die meisten mitwirkenden Gruppen von ihren Verbänden per Verbandszeitschriften eingeladen worden sind, der Männerchor Hochfirst aber eine persönliche Einladung des Badischen Sängerbunds erhalten hat. Dass der "Hochfirst" die einzige Singgemeinschaft weit und breit ist, die sich in Stuttgart dem ganzen Land vorstellen kann, ist ihm das berühmte Tüpfelchen auf dem "i". "Unsere Vereine leisten einen großen Beitrag zur musikalischen Entwicklung vieler junger Talente. Diese Nachwuchsförderung wird beim Landesmusikfestival sicher deutlich werden", sagt Stefan Liebing, Generalsekretär des Blasmusikverbands Baden-Württemberg.
Weitere Information zum Landesmusikfestival: www.landesmusikfestival.de.

Rückblick auf das Jahr 2001

13.01.2001 : Roland Gantert ist der Nachfolger von Seppi Löffler 

Nach 16 Jahren legt Löffler sein Vorsitzendenamt beim Männerchor Hochfirst in andere Hände /
Erfolgreiches Jahr für die Sänger

Roland Gantert, bisheriger Vize, trat in dieser 138. Hauptversammlung die Nachfolge von Seppi Löffler an. Zum neuen Stellvertreter wurde Hans Willmann gewählt, der bislang Kassenprüfer war. Für Hans-Peter Lais übernahm Seppi Löffler als Pressewart die Öffentlichkeitsarbeit, und für Hans Willmann prüft die nächsten zwei Jahre Wolfram Evers die Kasse. Die Wahl der Stimmführer wird in der kommenden Sängerversammlung erfolgen.

Chorleiter Robert Mayr zeigte sich insgesamt zufrieden mit seinen Männern, das Jahr war erfolgreich mit einigen Höhepunkten. Hierzu gehörten das Jahreskonzert im März, die "Welt der Oper" im April, die Konzerte und dreimal "Bergweihnacht", in der Breitnauer Kirche, im Neustädter Hof und in der Kirche in Brigachtal. Mayr macht sich derzeit Gedanken für die kommende Bergweihnacht neue Lieder und einen neuen Ablauf; die variable Besetzungsmöglichkeit soll voll ausgeschöpft werden. Anfragen aus drei Städten stehen bereits an.

Der Chorleiter Robert Mayr ist zufrieden mit der Sängerschar.

Der neue Vize Hans Willmann gab eine Vorschau für das kommende Jahr mit sechs Kurkonzerten und einem gemeinsamen mit Stadtmusik und dem Akkordeonclub in Neustadt. Ein Kurkonzert mit der Chorgemeinschaft Titisee-Jostal ist vorgesehen auf dem Schurthplatz, ein Schwarzwaldabend im Kurhaus wird mit gestaltet und an den gewohnten kirchlichen und weltlichen Festen teilgenommen. Das Weihnachtssingen am Rathausplatz und auch das Singen in der Helios-Klinik wird den Sängern Verpflichtung und Ehre sein.

Das große Jahreskonzert ist erst auf den 16. März 2002 terminiert, so dass viel Zeit für Proben bleibt, und somit muss das Konzert dann etwas ganz Besonderes sein, so Willmann. Das Grundhoffest, die Maiwanderung und der Vereinsausflug am 6./7. Oktober stehen auch schon fest. Gearbeitet wird am Stadtfest (30. Juni/1. Juli), um das nötige Kleingeld herbeizuschaffen. Zielsetzung des gesamten Vorstands ist es, im kommenden Vereinsjahr 2001 die Sänger, insbesondere die Jungen unter ihnen, fit zu machen, neues Liedgut einzustudieren und alte Chöre aufzufrischen. Marie-Luise Drescher

TITISEE-NEUSTADT. "Treu sein, beinander bleiben", so lautet die Devise des Männerchores Hochfirst. Wie sie beieinander bleiben, sich treu und verbunden fühlen und ihre Freude am Singen nach außen strahlen und weitergeben, das stellen die 49 Sänger das ganze Jahr unter Beweis. Am Samstag abend war Hauptversammlung im "Jägerhaus", hier wurde zurückgeblickt, nach vorne geschaut, geehrt, verabschiedet und neu gewählt.
Seppi Löffler gab nach 16 Jahren sein Vorstandsamt ab, übernahm jedoch gleich ein neues und wurde zum Ehrenvorsitzenden des Vereins ernannt.
Klaus Bliestle, der die Aktivitäten das Jahr hindurch festhält, berichtete, dass sich die Sänger statistisch gesehen jeden fünften Tag im Jahr treffen. Zu den 77 Aktivitäten gehörten neben den Proben, Auftritten und Veranstaltungen auch die vielen kameradschaftlichen Unternehmungen. Wie sich die vielen Anstrengungen finanziell niedergeschlagen haben, dazu gab Roland Schwenk Einblick in den Kassenstand, der sich gegenüber dem Vorjahr kaum veränderte. 153 Passive tragen den Verein und unterstützen ihn nicht nur durch den Beitrag sondern auch als Gäste bei den Veranstaltungen. Deshalb erging ein Appell an die Sängerschar, vermehrt an den Konzerten teilzunehmen.

Mit weiteren Zahlen konnte Sangwart Otmar Bach aufwarten, er hatte Buch geführt über den Probenbesuch und verkündete eine leichte Verbesserung im Durchschnitt. Er lag bei 77,5 Prozent und Adolf Pfaff hob sich als Bester mit 98 Prozent daraus hervor. Bürgermeisterstellvertreterin Gudrun Steurenthaler bekundete ihre Vorliebe für Männerchöre. Sie betonte, dass eigentlich nicht der Chor gegenüber der Stadt und Kurverwaltung dankbar für Auftritte sein sollte, sondern eher umgekehrt, schließlich sähe es traurig aus, gäbe es die Vereine nicht.